Bullshit-Bingo für die VWL-Vorlesung

Aktionsidee: Vorlesungen sind oft langweilig. Eine kreative Art, Spaß mit Inhalt zu verbinden, ist das Ökonom*innen-Bullshitbingo. Auf einer vorgefertigten Schablone werden die gängigsten Standardfloskeln und -Begriffe der Mainstream-Ökonomik aufgelistet (z.B. „mehr ist besser“, „der Mensch ist ein Nutzenmaximierer“, „Mindestlohn ist schlecht“, „dx nach df“; „Nutzenfunktion“, „Präferenzen“ usw.).
Kreuzt dann einen Block an, wenn das entsprechende Wort während einer Vorlesung/eines Seminars, fällt. Wenn ihr horizontal, vertikal oder diagonal fünf Blöcke in einer Reihe habt, habt ihr gewonnen und dürft die Idee weiterverbreiten.

Besonderheit: Auf der Rückseite werden die Floskeln und Begriffe der Vorderseite in ihrer Entstehung und Verwendung kritisch reflektiert – schließlich geht es auch darum, etwas bei der ganzen Sache zu lernen. Quelle hierfür kann zum Beispiel das „Economics Anti-Textbook“ von Rod Hill und Tony Myatt sein.

Stärken der Aktionsform: Es handelt sich dabei um eine sehr schöne, kreative Aktionsform, da man die Schablonen gleichzeitig als Informationsmaterial an alle Kommiliton*innen verteilen kann. Als eine Art „Argumentationsknigge“ für die Standardfloskeln ist es auch deutlich mehr als ein Zeitvertreib für die VWL-Vorlesungen

Schwächen: die Vorbereitung der Schablone ist aufwändig. Sicherlich wird es aber mit der Zeit ein paar Musterschablonen geben, die ihr nutzen könnt. Allein schon das Verbreiten der Schablonen in der Vorlesung ist eine kreative Intervention in den (Mainstream-) Alltag, auch wenn nicht jeder mitspielt.