Ringvorlesung „Zwischen Modell und Wirklichkeit“

Ziel der wöchentlichen Ringvorlesung „Ökonomik – Zwischen Modell und Wirklichkeit“ (zwölf Termine) ist es, den Studierenden ein grundlegendes wissenschaftstheoretisches Verständnis für ihr Fach zu vermitteln, um ihnen ein umfassenderes Maß an Sensitivität für wissenschaftliche und gesellschaftliche Probleme zu ermöglichen. Die Studierenden sollen einen interdisziplinären Einblick in die Geschichte und Auslegung der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie bekommen, der über die einzelnen Deutungen, welche zur Zeit als Wissen gelehrt werden, hinausgeht.

Im ersten Teil der Vorlesung soll zunächst die bestehende Volkswirtschaftslehre geistesgeschichtlich eingeordnet und – aufbauend auf dieser Analyse – ihr aktueller Stand kritisch reflektiert werden.
Im zweiten Teil geht es primär darum, die Besonderheiten einer Sozialwissenschaft zu beleuchten und aufzuzeigen, inwiefern diese speziellen Gegebenheiten des Wissenschaftsfeldes menschlicher Gesellschaften auch für die Volkswirtschaftslehre relevant sind.
Im dritten Teil gilt es, sich die Wechselwirkungen von Wissenschaft und Gesellschaft, am Beispiel von Ökonomik und aktueller Wirtschafts- und Bildungspolitik, zu vergegenwärtigen. Es soll gezeigt werden, wie und in welchen Bereichen das vorherrschende ökonomische Paradigma unsere Gesellschaft formt.